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Dellnhausen und der Hopfen (Humulus lupulus) -in der Mundart als "Hopfa" oder "da Hopfa" bezeichnet- sind untrennbar miteinander verbunden. Denn das "grüne Gold" -wie man den Hopfen auch nennt- wurde und wird rund um Dellnhausen, welches im größten zusammenhängenden und wichtigsten Hopfenanbaugebiet der Welt liegt, angebaut. Rund 86 % der deutschen und 34 % der weltweiten Hopfenernte wird hier in der Hallertau (s. auch Wikipedia), wie das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt genannt wird, produziert. Auch im Ort Dellnhausen selbst stellte der Hopfenanbau lange einen wichtigen Einkommens- und Wirtschaftsfaktor dar. Durch Strukturveränderungen in der Landwirtschaft verschwanden die kleineren und mittelgroßen Anwesen nach und nach. Die Entwicklung ging und geht hin zu größeren landwirtschaftlichen Betrieben, da eine rentable Produktion mit kleinen Betrieben nicht mehr möglich ist. Dies ist auch auf die kostspieligen Maschinen und Hopfenernteanlagen zurück zu führen. Einer der letzten Hopfenanbaubetriebe -der "Moarhof"- stellte seine Hopfenproduktion im Jahr 1999 ein und firmierte zum Gartenbaufachbetrieb (Garten- und Landschaftsbau Fuchs GmbH) um.
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Der Hopfenanbau stellte und stellt sich nach wie vor nahezu ganzjährig als sehr arbeitsintensiv dar. Auch wenn mittlerweile einiges maschinell von Statten geht, bleibt doch Vieles weiterhin zeitaufwendige Handarbeit. Nicht umsonst heißt es: "Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen". Der Jahresablauf, aber auch das Landschaftsbild in der Hallertau ist nach wie vor vom Hopfen geprägt. Der typische ländliche Charakter in der Hallertau und rund um Dellnhausen zeigt sich vor allem durch die zahlreichen umliegenden Hopfengärten im so genannten tertiären Hügelland (s. auch Wikipedia).

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So ist der Hopfen primär eine wichtige Einnahmequelle und ein wirtschaftliches Element in der Hallertau; er prägte aber auch Land und Leute und damit verbunden das kulturelle Leben. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten rund um den Hopfen finden jährlich in der Holledau – wie die Hallertau auch genannt wird – statt. Längst hat die Hopfenrebe damit auch seine Bedeutung im Tourismussektor gefunden. Zumal die Hallertau gerade in den Sommermonaten, wenn die Hopfenreben satt und grün an den Hopfengerüsten hängen, immer eine Reise wert ist. Herrliche Radwanderwege führen vorbei an den zahlreichen Hopfengärten, an den Sehenswürdigkeiten und hin zu den vielen typisch bayerischen Gasthäuser und Biergärten. Mehr hierzu erfahren Sie auch hier: >Radfahren im Hopfenland Hallertau
Hopfen, das ist mehr als eine Pflanze – das ist das Lebensgefühl einer ganzen Region. Mehr hierüber erfahren Sie auch auf der Internetseite www.hopfenland-hallertau.de.

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Auch die musikalische Seite der Hallertau wurde vom Hopfen geprägt. Josef Eberwein (* 19. August 1895 in Dellnhausen; † 21. Dezember 1981) -Vater von Michl Eberwein sen.; dem Gründer der berühmten Dellnhauser Musikanten- war ein bayerischer Volksmusiker und mit einer der ersten, der die Hallertau und dieses Lebensgefühl in seinen Liedern darstellte und skizzierte. Über seine Heimat hinaus bekannt wurde er durch zahlreiche Auftritte im Bayerischen Rundfunk. Diese Lieder werden auch noch heute unter Volksmusikfreunden und nicht zuletzt von den Dellnhauser Musikanten gespielt und zum Besten gegeben. Die Dellnhauser Musikanten gehören dabei zur Bayerischen Tradition wie der Hopfen zur Hallertau, und das seit 70 Jahren. Im Jahr 2018 können die Dellnhauser Musikanten übrigens ihr 70-jähriges Bestehen feiern. Mehr Informationen zu den Dellnhauser Musikanten finden Sie auch auf unserer Homepage unter der Rubrik "Musik aus Dellnhausen".
In dieser langen Tradition verwurzelt spiegelt sich das Leben mit und rund um den Hopfen auch in den vielen bekannten Liedern und Zwiefachen der "Dellnhauser Musikanten" wider. Titel wie die "Hopfakirm", "De rot Spinn" oder aber auch der "Hopfazupfer" beschreiben in ihren Texten musikalisch Land und Leute in der Hallertau und -damit zusammenhängend-  auch den Hopfenanbau. Zum 60-jährigen Jubiläum der Dellnhauser Musikanten ist übrigens eine CD mit 18 Aufnahmen aus den Jahren 1951 bis 1992 mit dem Titel "Hopfa-Musi" entstanden. Diese erhalten Sie übrigens, wie auch andere CD's der Dellnhauser Musikanten in deren Shop. >Zum Shop der Dellnhauser Musikanten
einehopfenzweiIm "Dellnhauser Lied" des Dellnhauser Liedermachers und Mundartdichters Martin Kraft (Powerziach) heißt eine Textzeile: "Bei uns in Dellnhaun..., wo da Hopfa rundrum wachst, net weit wegga vom Markt Au". Aber auch in der Literatur findet der Hopfenanbau seine Beachtung. So schreibt Martin Kraft in seinem Gedichtband "Sinniert - Mundartgedichte aus Oberbayern" im Gedicht "Dellnhaun" - wie Dellnhausen mundartlich genannt wird:

"Und wachsd da Hopfa rundrum nauf
do gähd oam s'Heaz easd richtig auf."

Dieser Gedichtband und auch weitere sind im Spielberg-Verlag erschienen und im Buchhandel, oder im Verlagsshop erhältlich. >Zum Verglasshop einehopfenzwei

Auch für die Malerei liefern die einprägsamen Hopfengärten und das charakteristische Landschaftsbild rund um Dellnhausen ein beliebtes Motiv. Mehr hierzu können Sie auf unserer Homepage unter "Dellnhausen in der Malerei" erfahren.
einehopfenzweiDoch nun widmen wir uns an dieser Stelle wieder dem "grünen Gold der Hallertau" selbst: 95 Prozent des Hopfens wird für die Bierherstellung verwendet. Er verleiht dem Bier sein ausgeprägtes Aroma und seine typische Bitterkeit. Hopfen ist dabei die “Seele des Bieres”. Ohne ihn wäre die Bitterkeit im Bier und die Aromatik einiger Bierstile undenkbar. Außerdem erhöht der Hopfen die Halt­barkeit des Bieres ganz ohne chemische Zusätze.
Man kann also mit Recht behaupten, dass in der Hallertau das Bier sprichwörtlich wächst.
Dabei steht der hallertauer Hopfen für höchste Qualität. Nicht umsonst heißt es im Holledauer Lied "...den schönsten Hopfa, s'beste Bier, hat doch de Holledau...".

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Wenn Sie also nach Dellnhausen kommen, dann machen Sie doch eine Einkehr beim Getränkemarkt Thumann. Dort können Sie sich gemütlich einen erfrischenden Schluck echtes hallertauer Bier gönnen!
einehopfenzweiDas Holledauer Lied, gesungen vom Mainburger Gesangsduo "Mare & Miche" können Sie hier hören:

 

Die Hopfnernte in der Hallertau beginnt etwa Ende August und endet Ende September. Mehr über den Hopfen erfahren Sie auch auf Wikipedia (>Zu Wikipedia)
Auch im Nachfolgdenen Video erfahren Sie nochmals umfassend alles Wissenswerte rund um das Thema Hopfen:

 

Bildnachweise: Bild Hopfen und Fotomotage Bier/Maßkrug (c) by Martin Kraft
Quellenangaben: Wikipedia, Deutscher Brauer-Bund e. V., Homepage der Dellnhauser Musikanten
 

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